Berliner Erklärung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“

Logo: Runder Tisch - Solidarität mit Soldaten -Am 16. Juni 2010 wurde in Berlin der Runde Tisch „Solidarität mit Soldaten“ ins Leben gerufen. Diesem Runden Tisch gehören Verbände, Organisationen und Gruppen außerhalb der Bundeswehr an, die sich im weitesten Sinne um die Fürsorge der Soldatinnen und Soldaten kümmern.

Ziel dieses Runden Tisches ist es, die gesellschaftliche Integration der Soldatinnen und Soldaten zu fördern und alle Möglichkeiten zu nutzen, um den Angehörigen der Streitkräfte mehr Aufmerksamkeit und menschliche Zuwendung zu schenken.

Die Teilnehmer des Runden Tisches wollen ihren Beitrag dazu leisten,

  • das in der bundesdeutschen Gesellschaft nach wie vor verbreitete „freundliche Desinteresse“ gegenüber den Angehörigen der Streitkräfte in ein ehrliches menschliches Interesse umzuwandeln;
  • das aus den schlimmen Erfahrungen der Nazi-Diktatur entstandene Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“ und das damit einhergehende Prinzip der „Inneren Führung“ stärker in die zivile Gesellschaft hineinzutragen;
  • das Informationsdefizit in Bezug auf die Lebens- und Arbeitswelt sowie auf die vielfältigen Belastungen der Soldatinnen und Soldaten abzubauen; • das öffentliche Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die Auseinandersetzung mit der einzelnen Soldatin, dem einzelnen Soldaten unabhängig von einer politischen Bewertung der Bundeswehr-Einsätze stattfinden sollte;
  • den ebenso notwendigen wie unbequemen Diskurs über „Deutschlands Interessen in der Welt“ und die damit im Zusammenhang stehenden derzeitigen und künftigen Aufgaben der Bundeswehr voranzutreiben;
  • den kaum vorhandenen direkten Dialog zwischen den gesellschaftlichen Eliten und den Soldatinnen und Soldaten sowie insbesondere der militärischen Führung zu befördern;
  • durch die Entwicklung konkreter Maßnahmen und Projekte dafür zu sorgen, dass die Soldatinnen und Soldaten sowie deren Familien sich von ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern angenommen und verstanden fühlen können.

Der Runde Tisch versteht sich weder als Dachverband noch als übergeordnete Interessenvertretung der dem Runden Tisch angehörenden Mitglieder. Der Runde Tisch verzichtet ganz bewusst auf eigene administrative Strukturen. Die Teilnehmer des Runden Tisches erklärten sich damit einverstanden, dass die Karl-Theodor-Molinari-Stiftung, das Bildungswerk des Deutschen BundeswehrVerbandes, organisatorische Unterstützung leistet.

 

Porträt Reinhold Robbe (Quelle: Doreen Bierdel)Zum Moderator des Runden Tisches wurde der ehemalige Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, berufen. Der Runde Tisch kommt auf Einladung des Moderators nach Bedarf zusammen; die Entscheidungen werden im Konsensverfahren getroffen.

 

Stand: 10.07.2010

 
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